Thromboseprophylaxe – zuwenig eingesetzt bei Krebspatienten

von Urs am 1. Mai 2011

Eine Thromboseprophylaxe wird bei Krebspatienten, die eine Operation vor sich haben zuwenig eingesetzt. Zu diesem Schluss kommt eine Untersuchung von Dr. J Wright (Ann Surg. 2011 Mar 9.)

Es gibt verschiedene Leitlinien für die Thromboseprophylaxe, auch für onkologische Patienten. (AWMF Leitlinie, ACCP Leitlinie auf deutsch, NCCN guidelines (englisch), ESMO guidelines (englisch), ESMO guidelines (deutsch via google translate))

Untersucht wurden 252’950 Patienten aus der “Perspective database” die eine grössere onkologische Operation zwischen 2003 und 2007 hatten. Es wurde der Einsatz einer Thromboseprophylaxe beschrieben und Prädiktoren für einen korrekten Einsatz einer Thromboseprophylaxe gesucht.

An Spitälern mit vielen onkologischen Operationen und bei Operateuren, die viele Operationen durchführten war der korrekte Einsatz einer Thromboseprophylaxe viel höher. Bei Operationen am oberen Gastrointestinaltrakt wurde am meisten an eine Thromboseprophylaxe gedacht. Am wenigsten bei urologischen Operationen.

Abschliessend

Der Einsatz der Thromboseprophylaxe bei Karzinompatienten muss verbessert werden. Trotz guten und gut verbreiteten Richtlinien, werden diese überraschend wenig eingehalten. Verbesserung von spitalinternen Leitlinien und Information der Patienten könnten Wege sein diesen Zustand zu verbessern.

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