Staging beim Lungenkarzinom – weniger invasiv möglich?

von Urs am 26. November 2010

Beim Lungenkarzinom wird die Therapie aufgrund des Stadiums festgelegt. Essentiell ist dabei, ob ein Lymphknotenbefall hilär nachgewiesen werden kann. Dieser kann genügend sicher meist nur mit einer Mediastinoskopie oder Thoracotomie gefunden werden. Ist dies auch weniger invasiv möglich?

Im Journal of the American Medical Association publizierten Jouke Annema und seine Kollegen eine Studie dazu.

241 Patienten wurden eingeschlossen. Bei 118 wurde das Staging chirurgisch gemacht, bei 123 mittels Ultraschall. Wenn Sonographisch keine Lymphknotenmetastasen gefunden wurden, folgte ein chirurgisches Staging.
Die Sensitivität des Ultraschalls war 94%. Ebenso wurden mit Ultraschall weniger unnötige Thoracotomien durchgeführt (18% restrospektiv unnötig nach chirurgischem Staging, nur 7% unnötig nach initialem Ultraschall).

Insgesamt werden mehr Lymphknotenmetastasen schon präoperativ gefunden wenn beim Staging zuerst eine Endosonographie gemacht wird. Ein chirurgisches Staging nur bei negativer Endosonographie.
Die Qualität der Endosonographie ist aber vom Untersucher abhängig. Trotzdem könnte dieses Vorgehen ein Standard werden.

Enhanced by Zemanta

Möchten Sie über neue Artikel informiert werden?
Geben Sie Ihre E-Mail Adresse an!

Schreibe einen Kommentar

Früherer Artikel:

Späterer Artikel: