Rezidiv beim Rektumkarzinom bleibt schwierig zu behandeln

von Urs am 29. November 2010

Auch im Rezidiv verbessert eine präoperative Chemoradiotherapie die Lokalkontrolle. Dies zeigt eine Untersuchung, die im Januar 2010 publiziert wurde. (Ann Surg Oncol 2010; 17 (January): 152-162)

Pacelli et al. untersuchten restrospektiv, die in ihrer Institution mit einem Rektum Karzinom im Rezidiv behandelten Patienten. Rezidive ausserhalb des Beckens und inoperable Patienten wurden ausgeschlossen. Insgesamt 58 Patienten wurden in kurativer Absicht behandelt. 46 erhielten eine präoperative Therapie. Eine intraoperative Radiotherapie wurde bei 20 Patienten gegeben. 44 wurden schlussendlich operiert. 9 davon mit sichtbarem Tumor (R2 Resektion), bei 10 mit kompletter Resektion mit positivem chirurgischem Rand (R1 Resektion). R0 Resektion, also kein Tumor am Resektionsrand war bei 25 Patienten möglich.

Das 5-Jahres Überleben aller Patienten war 40%. Wenn keine vollständige Resektion möglich war betrug das mediane Überleben nur 7 Monate. 15 Monate bei R2 Resektion. Das 5-Jahres Überleben nach R0 Resektion war 72%. Der wichtigste Faktor für das Überleben war in der Multivariantanalyse die Vollständigkeit der Operation. Ein wichtiger Faktor, der die Vollständigkeit der Resektion beeinflusste war die präoperative Chemoradiotherapie.

Rezidive beim Rektumkarzinom bleiben schwierig zu behandeln. Eine optimale initiale Behandlung bleibt deshalb das Hauptziel. Dies bedeutet eine präoperative Therapieplanung interdisziplinär.

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Chirurgische Behandlung des Kolon- und Rektumkarzinoms
Medico Consult

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