Psychoonkologie

von onco am 3. Juni 2011

Krebs und seine Behandlung wirkt auch auf die Psyche und die soziale Vernetzung aus. Krebs ist verbunden mit dramatischen Auswirkungen auf den Körper, die Gefühle, den Lebenssinn, Beziehungen und viele andere soziale Dimensionen. L. Travado von Lissabon referierte über den Einsatz der Psychoonkologie am europäischen Palliativkongress.

Mindestens 50% der Krebspatienten haben aufgrund von Krisen belastenden Stress. Bei vielen Patienten ist dieser Stress auch krankmachend. Angsterkrankungen, Depressionen und Anpassungsstörungen entstehen.

Die Psychoonkologie hilft diese Auswirkungen zu mindern. Und die Fähigkeit des Patienten zu verbessern mit der neuen Situation und den vielen Unsicherheiten umzugehen.

Pychoonkologie könnte als normaler Service niederschwellig in onkologischen Zentren angeboten werden. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass so ein Angebot krankmachenden Stress mindern kann und die Lebensqualität verbessert. Trotz diesem Wissen werden die psychosozialen Bedürfnisse der Patienten oft noch nicht erkannt und integrierte Angebote sind immer noch selten.

L. Travado referierte auch über die derzeitigen Aktivitäten die Psychoonkologie breiter zu integrieren. Die Internationale Psychoonkologie Gesellschaft definierte z.B. einen neuen Behandlungsstandard: Qualitativ gute Krebsbehandlung soll Psychoonkologie als Grundleistung integrieren. Nebst regelmässigem Messen von Blutdruck, Puls, Temperatur, Atemfrequenz soll ebenso die Intensität des krankmachenden Stress regelmässig erhoben werden.

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