Prostatakrebs – Lebenserwartung nur durch intensive Bewegung verbessert?

von onco am 5. Juli 2011

Dass regelmässige körperliche Aktivität die Lebenserwartung nach der Diagnose Prostatakrebs verbessert, vermutet man schon länger. Hat aber nur eine intensivere körperliche Aktivität einen Nutzen? Eine interessante Arbeit dazu kann man in der Zeitschrift Cancer Research lesen (Cancer Res. 2011;71;3889-3895)

1455 Männer wurden untersucht. Dies direkt nach der Diagnose Prostatakrebs. Bei keinem Patienten konnten aber Metastasen nachgewiesen werden. Befragt wurden die Männer über ihre körperliche Aktivität. War diese intensiv? Wie lange dauerte sie?

Insgesamt 117 Männer hatten einen Rückfall. Die Männern, die sich mehr als 3 Stunden pro Woche intensiv bewegten (“brisk walking”) hatten 57% weniger Rückfälle als die restlichen Männer.

Die Forscher vermuten, dass die körperliche Aktivität krebshemmend wirkt. Dies durch eine Verminderung der Insulin Resistenz. Ebenso wird der “Insulin-like growth factor I” vermindert. Adiponectin Blutspiegel werden erhöht. All dies kann krebshemmend wirken.

Abschliessend

Wie immer können solche Untersuchungen nicht unterscheiden, ob die Patienten sich weniger bewegen, weil sie kränker sind, oder ob sie kränker sind weil sie sich weniger bewegen. Bei dieser Untersuchung wurden aber Männer direkt nach Diagnose und ohne Nachweis von Metastasen untersucht. Es ist also unwahrscheinlich, dass der körperliche Zustand die Aktivität beeinflusste. Diese Untersuchung ist meines Erachtens wieder ein Hinweis, der zu körperlicher Aktivität motiviert. Dies möglichst früh nach Diagnose Prostatakrebs. Idealer sogar noch früher.

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