Prognose bei Darmkrebs – was sind die besten Tests?

von Urs am 1. Dezember 2010

MSI (Mikrosatelliten Instabilität) und KRAS Mutationen sind unabhängige prädiktive Faktoren für das krankheitsfreie Überleben beim Kolonkarzinom. Diese Studie hilft die Prognose bei Darmkrebs abzuschätzen (Ann Surg Oncol 2010; 17 (February): 416-424)

Es wurden restrospektiv Daten einer Institution ausgewertet. Von wegen Kolonkarzinom operierten Patienten wurden Gewebeproben vom Tumor und von normalem Gewebe gesammelt. Vorbehandelte Patienten wurden nicht eingeschlossen. Das Gewebe wurde auf Mikrosatelliten Instabilität (MSI) und KRAS Mutationen untersucht. MSI wurde bei 12% und eine KRAS-Mutation bei 37% gefunden.

MSI war häufiger bei frühen Stadien. KRAS Mutationen waren bei allen Stadien gleich häufig. MSI war assoziiert mit proximalem Tumor, schlechter Differenzierung, muzinöser Histologie und korrelierte umgekehrt mit dem Vorhandensein einer KRAS Mutation. KRAS Mutationen waren assiziiert mit muzinöser Histologie.

In einer Multivarianten Analyse waren TNM Stadium, MSI und KRAS Mutationen unabhängige Risikofaktoren für das krankheitsspezifische Überleben. KRAS Mutationen erhöhten die Krebssterblichkeit um den Faktor 1.75, MSI um den Faktor 5.

Ziel ist, auch die prognostische Aussagekraft anderer genetischen Marker zu kennen. Idealerweise könnte die adjuvante Therapie aufgrund einer genetischen Signatur festgelegt werden. Dazu müsste aber nicht nur die prognostische Aussagekraft, sondern auch der prädiktive Wert der einzelnen Untersuchungen bekannt sein.

Ras (Protein)
Mikrosatelliteninstabilität

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