Krebs im Endstadium – Angst und Traurigkeit

von onco am 3. Juni 2011

Angst und Traurigkeit sind meist zentrale Themen in der letzten Lebenszeit. Das Erleben unserer Endlichkeit und Verletzlichkeit sind zentrale Auslöser. Das Umgehen mit Angst und Traurigkeit muss deshalb in mehreren Dimensionen stattfinden.

M. D.L. Trill aus Madrid referierte darüber am Europäischen Palliativkongress.

Das Bewusstsein unserer Sterblichkeit und körperlichen Verletzlichkeit verursacht Angst. Die Menschheit und wir im Laufe des Lebens entwickeln verschiedene Wege mit dieser Angst umzugehen.

Für uns Menschen ist auch der Lebenssinn zentral. Dieser Lebenssinn kann oft auch durch Krankheit und Tod zerstört werden.

In der Befragung von Krebspatienten sorgten diese sich am meisten über den Verlust von Funktionen, um die Zukunft, und den Verlust der Fähigkeit sich um sich selbst zu kümmern. Diese Sorgen waren den Betreuenden meist nicht bekannt.

Angstauslösend war auch eine ungenügende Behandlung anderer Beschwerden.

Traurigkeit ist die Reaktion auf erlebten oder vorgestellten Verlust. Er ist Teil des Trauerprozesses. Auch normale Trauer kann den Schlaf beeinflussen, Appetit vermindern, die Konzentration mindern oder reizbarer machen und zu einem sozialen Rückzug führen. Obwohl meist als kurz dauernd beschrieben kann sie auch länger andauern, intensiver werden und sich zu einer Depression entwikeln. Die Unterscheidung von normaler Trauer und zu behandelnder Depression kann oft schwierig sein.

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