Koloskopiescreening in Deutschland – zeigen die Resultate einen Nutzen?

von Urs am 15. November 2010

150 000 Darmkrebserkrankungen frühzeitig erkannt oder verhindert. Das ist die Schätzung des Erfolgs der letzten 8 Jahre. Und dies obwohl die jährliche Teilnahmequote nur auf 2.6% geschätzt wurde.

Seit 1977 ist der Test auf okkultes Blut im Stuhl Teil des Leistungskatalogs der gesetzlichen Krankenkassen für die Früherkennung von Darmkrebs. Im Jahr 2002 wurde die präventive Koloskopie alternativ zum Hämoccult-Test in den Leistungskatalog aufgenommen, das heißt, die Versicherten können wählen, welche Screeningmethode angewendet wird (Quelle: www.zi-berlin.de; Zugriff am 2.10.2010).

Die angewendete Methode der Markov-Modellierung hat natürlich ihre Grenzen und Fehlermöglichkeiten. Es müssen deshalb sicher die noch laufenden internationalen randomisierten Studien abgewartet werden. Auch bestehen die bekannten Probleme die Akzeptanz eines breiten Koloskopiescreening zu verbessern. Wenn sich diese Ergebnisse von Brenner et al. bestätigen, wird dies sicher eine Hilfe sein um zur Koloskopie zu motivieren.

Klug, Stefanie J. Koloskopiescreening in Deutschland: Eine Erfolgsgeschichte? Dtsch Arztebl Int 2010; 107(43): 751-2

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