IMRT beim Analkarzinom – besser verträgliche Radiotherapie!

von onco am 24. Januar 2011

Wie kann die Radiotherapie beim Analkarzinom verbessert werden. In zukünftigen Studien wird IMRT beim Analkarziom der zukünftige Standard der Radiotherapie sein. Dies entschied die Radiation Therapy Oncology Group (RTOG).

Am ASCO GI wurde eine vergleichende Arbeit präsentiert (RTOG 0529: IMRT Less Toxic, as Effective as Conventional Radiation Therapy Against Anal Cancer). 325 Patienten, die in früheren Studien mit konventioneller Radiotherapie behandelt wurden sind mit 52 mit IMRT behandelten Patienten verglichen worden.

IMRT Behandlungsplan für ein Prostatakarzinom (Image courtesy of Varian Medical Systems, Inc. All rights reserved.)

IMRT (intensity-modulated radiation therapy) ist eine spezielle Form der Strahlentherapie. Dabei wird die Intensität der Strahlen innerhalb des Bestrahlungsfeldes angepasst. Dies durch einen sogenannten Lamellenkollimator. Dies ist eine aus verschiebbaren Lamellen aufgebaute Bestrahlungsschablone. Durch diese Schablone und genaue Berechnungen können präzis geformte Bestrahlungsfelder mit sehr komplexen Dosisverteilungen erzeugt werden. Es ist eine der Methoden um strahlenempfindliche Nachbarorgane zu schonen.

Das 2-Jahres Überleben war in beiden Gruppen gleich. Es traten aber weniger Nebenwirkungen bei der Haut und gastrointestinal auf.

Zu beachten ist, dass dies nicht ein Phase III Vergleich war. Es ging um die Feasability der IMRT und um zu schauen, ob sich die akute Toxizität vermindern lässt. Es ist nicht gedacht, dass die IMRT jetzt Standard in den USA wird. Diese Radiotherapie Methode hat aber für Studienbedingungen Vorteile. Durch die geringere Toxizität lässt sich in speziellen Situationen, z.B. grösseren Tumoren die Dosis erhöhen oder die Radiotherapie mit einer intensiveren Chemotherapie kombinieren.

IMRT braucht auch eine zuverlässige begleitende Qualitätskontrolle.

Abschliessend

IMRT könnte sich als eine zentrale Behandlungsmethode beim Analkarzinom entwickeln. Dazu sind aber vergleichende Studien und vor allem auch Langzeitbeobachtungen nötig.

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