Erbrechen bei Chemotherapie – Emend® (Aprepitant) hilft auch bei nicht so intensiver Chemotherapie

von onco am 24. Februar 2011

Emend® wird vorallem bei hoch emetogenen Chemotherapien eingesetzt. Die folgende gut durchgeführte Studie zeigt, dass das Erbrechen bei Chemotherapie auch bei vielen anderen Chemotherapieschemen vermindert wird.

Übelkeit und Erbreichen sind stark belastende Nebenwirkungen einer Chemotherapie. Aprepitant (Emend®) hat sich bei stark emetogenen Chemotherapien etabliert. Die Rolle dieses Medikamentes bei weniger emetogenen Therapien ist noch schlecht definiert.

In einer prospektiven, doppelbinden, randomisierten, Placebo kontrollierten Studie wurde der Einsatz dieses Medikamentes unterrsucht (Supportive Care Cancer 2010; 18 (April):423-431). 848 Patienten erhielten eine mässsig emetogene Chemotherapie mit

  • Oxalilatin oder Carboplatin
  • Epirubicin, Idarubicin, Daunorubicin, Doxorubicin
  • Ifosfamid
  • Cyclophosphamid
  • Irinotecan
  • Cytarabin >1g

Zu Odansetron und Dexamethason wurde entweder Placebo oder Aprepitant (Emend®) gegeben. Kein Erbrechen während 5 Tagen hatten

  • 76.2% der Patienten mit Emend®
  • 62.1% der Patienten ohne Emend®

Kein Erbrechen ohne Einnahme von Reservemedikamenten war möglich bei

  • 68.7% der Patienten mit Emend®
  • 56.3% der Patiennten ohne Emend®

Eine Wirkung fand sich sowohl bei akutem als auch bei verzögertem Erbrechen. Nebenwirkungen traten durch den zusätzlichen Einsatz von Emend® nicht vermehrt auf.

Abschliessend

Die zusätzliche Gabe von Emend® verbessert die Verträglichkeit auch von moderat emetogenen Chemotherapien.

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