Einmalige intraoperative Bestrahlung verbessert Therapie bei rezidivierten Ohren-Nasen-Hals Tumoren

von Urs am 26. Dezember 2010

Intraoperative Hochdosis Bestrahlung (HDR) zeigt ermutigende Lokalkontrollen bei rezidierenden ORL Karzinomen. Die Nebenwirkungen sind akzeptabel.

Lokalrezidive sind immer noch ein bedeutendes Problem bei Ohren-Nasen-Hals Tumoren. Therapieoptionen sind

  • Operation,
  • Operation mit adjuvanter Radiotherapie,
  • Operation mit Brachytherapie,
  • Brachytherapie allein und die
  • intensitätsmodulierte Strahlentherapie (IMRT).

Die intraoperative Radiotherapie hat den Vorteil, dass nicht zu bestrahlendes Gewebe weggedrängt und geschützt werden kann.

Diese Arbeit stellt die Erfahrungen des Memorial Sloan-Kettering Cancer Center mit intraoperativer Radiotherapie zusammen. Sie wurde als ein Zusatz bei Operationen von rezidivierten ORL-Karzinomen eingesetzt. (International Journal of Radiation Oncology * Biology * Physics. Volume 76, Issue 4 , Pages 1140-1146, 15 March 2010)

Zwischen 1998 und 2007 wurden 38 Hochdosis Bestrahlungen bei 34 Patienten mit rezidivierten ORL-Karzinomen durchgeführt. Die meisten hatten Speicheldrüsen Karzinome und Oropharynx Karzinome. Alle Patienten konnten radikal operiert werden. Anschliessend wurde die Hochdosis Bestrahlung durchgeführt.

Die Lokalkontrolle nach 1 respektive 2 Jahren im Strahlenfeld war 66% respektive 56%. (80% resp. 71% bei tumorfreiem Rand, 55% respektive 41% bei tumorpositivem Rand). Das Gesamtüberleben nach 1 und 2 Jahren war 73% und 55%.

Komplikationen traten auf mit 15% Zellulitis, 9% Fisteln oder Wundheilungs Störungen und je einem Patient mit Osteoradionekrose und Trigeminus Neuralgie.

Natürlich ist die Wirsksamkeit einer solchen Therapie schwierig ohne randomisierte Studien abzuschätzen. Auch hatten über 50% der Patienten keine Pflasterzell Histologie. Dies macht es zusätzlich schwierig die Studie zu interpretieren.

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