Bronchuskarzinom – Neues über die verlängerte Therapie!

von onco am 8. Juli 2011

Kürzlich wurden neue Daten zur verlängerten Therapie beim metastasierten nicht kleinzelligen Bronchuskarzinom präsentiert.

PARAMOUNT Studie – Pemetrexed Erhaltungstherapie

Die aktuellen Daten wurden am diesjährigen ASCO präsentiert.

Eine frühere Studie (Lancet 2009;374:1432-40) zeigte, dass die Zeit ohne Karzinom mit einer Pemetrexed Erhaltungstherapie verlängert wird. Bisher war unklar ob dies auch bei bereits primärer Therapie mit Pemetrexed gezeigt werden kann.

Die Phase III Studie konnte eine 38% Reduktion des Risikos für eine Progression nachweisen. Weniger eindrücklich ist dies in den absoluten Zahlen: Das mediane progressionsfreie Überleben in der Pemetrexed Gruppe war 4.1 Monate, das in der Placebo Gruppe 2.8 Monate. Resultate zum Gesamtüberleben liegen noch nicht vor.

Die Studie ist ein gutes Beispiel wie ein zusätzlicher Benefit durch optimalen Einsatz bereits bekannter Medikamente erreicht werden kann. Es bleiben aber viele Fragen zu einer Erhaltungstherapie offen. Die Patienten unter Pemetrexed hatten mehr Nebenwirkungen mit 4% Grad 3/4 Fatigue, 4.5% Anämie und 3.6% Neutropenie. Ebenso sollten in der heutigen Zeit Studien zur Kosteneffizienz durchgeführt werden, mit Vergleich zu einer frühen Therapie beim Rezidiv.

Erhaltungstherapie mit Pemetrexed kann aber je nach Patientenpräferenz bei sehr guter Verträglichkeit der Pemetrexed Therapie eingesetzt werden.


SATURN Studie – Erhaltungstherapie mit Erlotinib

Nach einer Platinhaltigen Chemotherapie wurden die Patienten randomisiert, die mindestens eine Tumorstabilisierung erreichten. Sie erhielten entweder Erlotinib oder Placebo. Bei allen Patienten verlängerte Erlotinib das progressionsfreie Überleben. In der Untergruppe von Patienten, bei denen die Chemotherapie lediglich eine Tumorstabilisierung erreichte verlängerte Erlotinib das Überleben um 2.3 Monate. (Ann Oncol. 2011 May 24)

Die Erlotinib Erhaltungstherapie scheint somit vor allem bei den Patienten optimal zu wirken, die mit der Chemotherapie nur eine Tumorstabilisierung erreichten.

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